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Bluval-Nachtkonzert am 23.9.2011 (D) in der Basilika St. Peter "Das Agnes-Bernauer-Vokalensemble trifft auf Helmuth Thalbauers Finest Blend: das Zusammentreffen von musikalischen Gegensätzen erzeugte Spannung, die sich in der stimmungsvoll illuminierten Straubinger Basilika St. Peter im diesjährigen Nachtkonzert des Bluval-Festivals auf das Publikum nachhaltig übertrug. ... Den Kontrast lieferte "Finest Blend": die Bläsertruppe, angetrieben vom groovenden Schlagzeug, stellte jazzige Eigenkompositionen von Helmuth Thalbauer gegenüber. Mit zwingendem Drive, einer reizvoll auf Bläser (Sax, Flügelhorn, einer funky Tuba) basierenden Formation streifte die Musik Jazz-Rock Fusion, atmosphärisch unter- beziehungsweise übermalt von der Sängerin Anna Anderluh. ... Besonders stark erwies sich die österreichische Band in der Umsetzung traditioneller Volksmusik ins Jazzfach: stimmungsvoll ein bulgarisches Wiegenlied, fantasievoll und witzig "Sonntag ist`s", mit souveränen Improvisationen der hervorragenden Musiker. Auszug
aus der Konzert/Kritik von Stefan Mutz in der Konzert-Rundschau vom 29.9.2011 Burghausen Jazzfest 2006 (D) Stadtsaal Beginn 19:30 "Erfrischend
unkonventionell und extrem mediativ - Wenn Kompositionen mit Später
Morgen bei Kakao mit Schlag im frühen Herbst, Borkenkäfer
oder Sonntag iss betitelt sind, liegt die Vermutung
nahe, dass es sich bei der Formation, welche diese Eigenkompositionen
zur Aufführung bringt, nicht unbedingt um eine Truppe handelt, die
sich dem Mainstream des Jazz verschrieben hat." ... die "Ansagen
des Posaunisten Helmuth Thalbauer, welche an kabarettistischem Potenzial
kaum zu übertreffen waren. Aber auch musikalisch hatten Thalbauer,
der Trompeter und Flügelhornist Lorenz Raab, die Saxofonistin Ilse
Riedler, der Tubaspieler Ali Angerer und der Schlagzeuger Erwin Drescher
ebenso Humoriges wie Anspruchsvolles zu bieten. ... Aber auch der unkonventionelle
Groove des Fünfvierteltaktes in Komott, der schrille
Vitalismus in Chicago darf nicht Wien werden oder die Rap-Einlage
imVolksliedverschnitt Jo weil mir Mondscheinbriada san zeugten
von Auszug aus der Kritik von Stefan Rimek zu den Burghauser Jazzwochen Finest Blend spielen die erfindungsreich strukturierten Kompositionen Thalbauers. Darin verarbeitet er geschickt die Instrumentation, die Arrangements leben vom Klang der Instrumente, sind beweglich und leichtfüßig. Die nicht nach dem Thema - Solo-Schema ausgerichtete Solistik ist raffiniert in die Arangements eingebettet. Chris Tomark, PRESSE, Ausgabe 12. Nov. 2003, Zeitschrift für Musik und Lebenskunst Abenteuer für Gehörgänge - Als feine Mischung von Spannung, Atmosphäre und einer Prise Verspieltheit präsentiert sich die Neue CD ORANGE PEKOE der "hoamischen" Gruppe FINEST BLEND. Die Geburtsstunde dieses Quintetts läutete das Frühjahr 1995 ein, als der Posaunist Helmuth Thalbauer den Auftrag erhielt, die Musik für eine Vernissage zu einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst in seinem Heimatort im Hausruckwald beizusteuern. Aus dem ursprünglichen "New Music Projekt" entstand Finest Blend. Der Name der Gruppe entstand vielleicht, weil die außer-gewöhnliche Besetzung von Trompete (Lorenz Raab), Saxophon (Ilse Riedler), Posaune (Thalbauer), Tuba (Ali Angerer), und Schlagzeug (Erwin Drescher) - allesamt vielseitige "Veteranen" der (ober)österreichischen Musikszene - ein erstklassiges Ensemble ergibt. Auf Orange Pekoe bietet die Gruppe den "Finest Blend" ihres aktuellen Programms, einen repräsentativen Querschnitt also, dem disziplinierte Kompositionen beigemengt wurden, die die Klangmöglichkeiten jedes einzelnen Instrumentes ausschöpfen. Laut Eigendeffinition beleuchtet Finest Blend "ein rhythisches pulsierendes Farbspektrum fernab vom Mainstream". Im Zusammenhang von Finest Blend ist öfter von "Filmmusik(ohne Film)" die Rede. Um diesem Urteil gerecht zu werden, und da ja fast jede/r einen Film laufen hat, bietet die erste Nummer Cinema gleich den geeigneten Soundtrack. Die wahren Abenteuer auf dieser Silberscheibe finden in den Gehörgängen Spannungsgeladenes wie Woun da Chef oder Chicago darf nicht Wien werden, dessen ironischer Titel auch als politisches Understatement dienen möge, Atmosphärisches in Air, sowie Verspieltes in Form eines Sheepdance. In der "hoamatlich" anmutenden Anleitung von Sonntag is´s , greift Thalbauer auf seine blasmusikalischen Wurzeln zurück. Kompositorisches Können beweist Ali Angerer mit dem ins Mark gehenden Bis ins letzte Knocherl (das mit einem Sopransaxophonsolo von Ilse Riedler noch weiter aufgewertet wird), als auch im wohltuenden Time for Goodbye. Mit Orange Pekoe glückt einer durchaus gelungenen Formation ein ebenso gelungener Tonträger. Brian Dorsey, jazzzeit |